Samstag, 10. Dezember 2016

Covergleichheit: Überfall im Wald

Kristen Britains erste beiden Romane habe ich gern in den Altversionen gelesen und so erkannte ich auch das Cover sofort wieder. Gestaunt habe ich beim Namen der anderen Autorin, Storm Constantin, da deren Werke mir eher durch andere Coverbilder ins Auge gegangen sind. Große Unterschiede kann ich nicht entdecken, minimal die Farbe.



Donnerstag, 8. Dezember 2016

15 Interessante Fantasy/SF Neuerscheinungen 2017

Mit Ausblick bis zum Herbst 2017 haben die meisten größeren Fantasy-Verlage in Deutschland dieser Tage ihre Neuerscheinungen offenbart. Zieht man davon die Fortsetzungen und/oder Folgebücher ab, bleiben leider erstaunlich wenig interessante Fantasy- und/oder Science-Fiction-Bücher übrig, für die nach dem ersten Blick Geld auszugeben lohnen würde. Und selbst von denen sind einige leider recht teuer.
Ein Blick zu den kleineren Verlagen wird da sich da vermutlich lohnen.


The Empire of Storms - Pakt der Diebe - Jon Skovron (Februar)
Hope ist noch ein Mädchen, als ihr Dorf von den Magiern des Kaisers angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie allein überlebt und findet in einem Kloster nicht nur Unterschlupf, sondern wird dort auch von den Kriegermönchen in den Kampfkünsten unterwiesen. Red ist ein Straßenjunge, der in den finsteren und überfüllten Gassen New Lavens zum besten Taschendieb heranwächst, den das Imperium je gesehen hat. Jahre vergehen – doch als Hope und Red einander auf schicksalhafte Weise begegnen, schließen sie einen Pakt, der die Zeit der Ungerechtigkeit beenden wird …

Nordische Mythen und Sagen - Neil Gaiman (Februar)
Warum bebt die Erde? Wie entstanden Ebbe und Flut? Wie kam die Poesie in unsere Welt?
Neil Gaiman erzählt die nordischen Sagen und Mythen neu, mit Witz und Sinnlichkeit, voller Zuneigung und Neugierde. Wir machen Bekanntschaft mit dem mächtigen Odin, reisen mit Thor und seinem Hammer durch die neun nordischen Welten, sind bezaubert von den Göttern und entsetzt von mancher Skrupellosigkeit. Machen Sie sich die Sagen zu eigen, erzählen Sie sie weiter, an den langen kalten Winterabenden, in den lauen Sommernächten. Nach der Lektüre werden Sie selbst die Wolken mit anderen Augen betrachten.

Die Stadt der Tausend Treppen - Robert Jackson Bennett (Februar)
Einst besaß die Stadt Bulikov die Gunst der Götter - bis diese vernichtet wurden. Die göttlichen Wunder und Schreine sind zerschlagen oder einfach verschwunden. Tausende Treppen führen ins Nichts - ein Mahnmal vergangener Größe. Offiziell ist die junge Shara Thivani Nachwuchsdiplomatin, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Meisterspionin - nach Bulikov geschickt, um einen Mörder zu fassen. Bald beginnt sie zu ahnen, dass es um viel mehr geht und die Götter nicht so tot sind, wie es heißt -

Dienstag, 6. Dezember 2016

Das Schwert der Dämmerung - Saladin Ahmed

Titel: Das Schwert der Dämmerung
Autorin: Saladin Ahmed
Originaltitel: Throne of the Crescent Moon
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453315891
Euro: 12,99
Veröffentlichungsdatum: Februar 2016
Seiten: 432
Serie: The Crescent Moon Kingdoms 01
Come in: Tausch









Klappentext

Dhamsawaat ist die Stadt aller Städte: Prachtvoll, einzigartig und alles überragend, ist sie seit Jahrhunderten Zentrum der Macht und Magie der vereinten Königreiche. Hier lebt auch der alternde Adoullah, der letzte große Ghul-Jäger. Eigentlich will Adoullah nur seine Ruhe, doch als immer mehr Menschen Opfer besonders grausamer Ghule werden, begibt er sich noch einmal auf die Jagd. Und macht gemeinsam mit seinem jungen Assistenten und einer geheimnisvollen Nomadin eine unglaubliche Entdeckung ...


Meinung

Ich habe das Buch nach knapp 200 Seiten (von 426) abgebrochen. Glücklicherweise ist es mir auf einer Tauschplattform über den Weg gelaufen, sonst hätte ich es vermutlich gekauft, denn Fantasy, die keinen europäischen mittelalterlichen Hintergrund besitzt, ist rar gesäht.
An dieser Stelle ist bereits das Cover auffällig, denn leider verrät nichts daran das Morgenland, mit dem es der Leser zu tun bekommt. Nicht nur ist die Farbe scheußlich, die Schrift hätte in arabisch wirkenden Buchstaben gesetzt werden können. Der Titel an sich ist auch so 08/15 und die Figur kaum zu erkennen. Dabei bewegen sich die Charaktere sowohl in einer größeren orientalischen Stadt, als auch außerhalb, sie tragen außer den traditionellen Gewändern auch ebensolche Kopfbedeckungen. Daraus hätte sich etwas zaubern lassen.
Was dem Roman innen fehlt ist eine kleine Auflistung von Begriffen mit dazugehörender Erklärung. Zwar sind Dschinns und Ghule noch relativ bekannt, aber beim Derwisch wird es dann schon komplizierter. Leider wird das alles auch nicht in der Geschichte selbst erklärt, diese Dinge und Lebewesen sind einfach da und handeln, wer sie sind und warum sie sind, wird nicht erklärt.
Zunächst lässt sich die Handlung gut an. Adoullah ist bereits ein alter Mann und sein Berufsstand im Aussterben begriffen: Ghuljäger. Daran wird auch sein Lehrling Rasid nicht viel ändern. Eines Tages bringt man einen kleinen Jungen zu ihm, noch blutbefleckt und der Neffe von Adoullahs einstiger großer Liebe. Die Eltern sind kurz zuvor von Ghulen getötet worden, was den alten Mann und Gelehrten hinaus aus Dhamsawaat treibt, um die gefährlichen Wesen zur Strecke zu bringen. Vor Ort treffen er und Rasid auf Samia, die sich in einen Löwen verwandeln kann, deren ganzer Stamm von Ghulen getötet worden ist und die nun nach Rache sinnt. Die beiden Männer nehmen das Mädchen mit, das bei ihnen von einer geheimnisvollen Kreatur angegriffen wird.
Mehr geschieht auf den ersten Seiten tatsächlich nicht - und leider wird das auch noch nicht einmal besonders anschaulich erzählt. Es ist zäh mitzuverfolgen, was als nächstes passieren wird. Die Charaktere haben zwar eine glaubhafte Hintergrundgeschichte erhalten, bleiben aber reichlich farblos und langweilig. Schon nach dem ersten Blick wird eine sehr konstruiert wirkende Liebesgeschichte zwischen Rasid und Samia gesponnen, die zunächst nur Adoullah bemerkt. Zwischenzeitlich wird von einem Gefangenen berichtet, der offenbar gefoltert wird, von den nicht leicht zu überschauenden politischen Verwicklungen und von den Gefühlen des alten Mannes. Dabei ist es beinahe aufdringlich, wie oft verschiedene Details wiederholt werden; diese Kraft wäre besser in die Ausarbeitung der Figuren gelegt worden. Wirklich vorwärts geht es mit der Handlung ebenfalls nicht und Zeit für Charme und Details am Rande scheint ohnehin nie zu sein. Die Auflösung ist vermutlich vorprogrammiert - allerdings werde ich es nie erfahren und spüre auch nicht den Wunsch danach.
Das Potential zu einer sehr gelungenen Story im arabisch-morgenländlichen Umfeld ist auf jeden Fall vorhanden, die Umsetzung jedoch leider nicht ganz gelungen. Die zahlreichen Nominierungen und der gewonnene Preis sind vermutlich Setting und Autorenname geschuldet, ansonsten nicht nachzuvollziehen.


The Crescent Moon Kingdoms:
1. Throne of the Crescent Moon (Das Schwert der Dämmerung)
2. The Thousand and One


Saladin Ahmed wurde in Detroit geboren und ist in Derborn, Michigan, aufgewachsen. Er studierte Englisch an der Rutgers University und hat einen Masterabschluss in Poesie. Sein erster Roman Das Schwert der Dämmerung wurde mit dem Locus Award für das beste Debüt ausgezeichnet und war für zahlreiche weitere Preise nomminiert, u.a. für den Hugo Award, den Nebula Award, den Gemmell Award und den BFSA Award. Saladin Ahmed lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern in Detroit.