Mittwoch, 4. April 2012

Herr der Winde - Rachel Neumeier


Titel: Herr der Winde
Autorin: Rachel Neumeier
Originaltitel: Lord of The Changing Winds
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 340420655X
Euro: 8,99
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2011
Seiten: 432
Serie: Der Greifenmagier 01
Come in: Kauf








Klappentext/ Inhalt
Der Tag, an dem die Greifen kommen und den Wind der Wüste mit sich bringen, ändert alles. Bis zu diesem Tag war Kes zufrieden gewesen, hatte einem ruhigen Leben als Heilerin in ihrem kleinen Dorf entgegengesehen. Doch nun ist es der König der Greifen, der ihre Dienste braucht, und er flieht vor einer Gefahr, die noch tödlicher ist als die Glut des brennenden Windes.

Cover

Die Titelillustration stammt von Alexander Preuss und wurde vom Guten Punkt weiterverarbeitet. Beides ausgesprochen gut gelungen und direkt für den Roman angefertigt.

Meinung

Den ersten Teil der Greifenmagier-Trilogie habe ich auf Seite 149 (von 430), mit dem Ende des vierten Kapitels, abgebrochen.
Zunächst ließ sich das Geschehen ruhig, aber interessant an. Kes, ein junges Mädchen, das bei ihrer älteren Schwester aufgewachsen ist und auf heilerische Zauberkräfte blicken kann, lebt ein eher ruhiges Leben. Doch dann taucht ein geheimnisvoller Fremder in ihrem Dorf auf, der sie zwecks Heilung seiner Leute mitnimmt und sich als Greifenmagier herausstellt. Er wechselt seine Gestalt in die eines Greifen. Sein Volk ist vor einer großen Bedrohung geflohen und nistet sich jetzt in den Bergen nahe Kes' Dorf ein und macht die Gegend zur Wüste, denn nur dort können Greife leben.
Als Kes nicht zurückkehrt, werden die Dorfbewohner unruhig. Auch dem König gefällt die neue Situation nicht und er schickt seinen treuesten Freund zur Hilfe.
Im Grunde wird in Rachel Neumeiers Debüt also eine interessante Geschichte erzählt, der es nur leider an Tiefe fehlt und die sehr schleppend erzählt wird, so dass es zur Qual wird, Wort für Wort in der Handlung zu folgen. Autorin und Leser verfangen sich in in vielen Personen (auch Greife), von denen nicht klar ist, auf welche davon man sich einstellen soll. Kes taucht bis Seite 149 nicht mehr auf, dafür aber zahlreiche andere Charaktere, wenn mitunter auch nur flüchtig. Der rote Faden der Handlung ist zwar sichtbar, wird aber immer wieder von Nichtigkeiten verdrängt, von denen ebenfalls nicht klar ist, welche Rolle - und ob überhaupt - sie zu spielen haben.
Das Volk der Greife ist nicht nur ein in der Phantastik eher stiefmütterlich behandeltes Volk, sondern auch der größte Reiz des "Herrn der Winde". Die Eigennamen sind zwar äußerst gewöhnungsbedürftig und dadurch mitunter schlecht zu merken, doch könnte sich das Problem im Fortlauf von allein lösen, wenn Kes Namen abkürzt.
Es tut mir zwar nun leid den Roman, hinter dem ich dennoch eine sehr lesenswerte Geschichte vermute, abzubrechen, aber zu ändern ist das nicht. Es wird zu viel in zu wenig Text erzählt und das auf eine sehr behäbige Art und Weise, an die ich mich nicht gewöhnen konnte. Trotzdem möchte ich anraten, die Leseprobe zu lesen und gegebenenfalls einfach das Wagnis einzugehen.

Der Greifenmagier:
1. Herr der Winde (Lord of The Changing Winds)
2. Land des Feuers (Land of The Burning Sands)
3. Gesetz der Erde (Law of the Broken Earth) (Sept. 2012)


Rachel Neumeier started writing fiction to relax when she was a graduate student and needed a hobby unrelated to her research. Prior to selling her first fantasy novel, she had published only a few articles in venues such as The American Journal of Botany. However, finding that her interests did not lie in research, Rachel left academia and began to let her hobbies take over her life instead. She now raises and shows dogs, gardens, cooks, and occasionally finds time to read. She works part-time for a tutoring program, though she tutors far more students in Math and Chemistry than in English Composition.

Kommentare:

  1. Die Inhaltsangabe macht mich durchaus neugierig. Schade, dass das Buch so schwerfällig zu lesen ist.

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    1. Einfach probieren, vielleicht ist es subjektiv und/oder Gewöhnungssache.

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